Das erste Event der neuen studentischen PR- Initiative der Hochschule der Medien läutete am Dienstagabend den Start von PRiS ein. Vier PR- Professionals gewährten dabei einen Blick in ihren Arbeitsalltag. Mit dabei: Post-Its, Chamäleon und Motorsägen.

Was PR eigentlich ist, das wissen viele gar nicht, es sei denn, man hat sich für ein Studium der Public Relations entschieden. Was man mit einem solchen PR-Studium allerdings später einmal macht, das ist auch vielen Studenten noch nicht ganz klar. Aus genau diesem Grund fand am 27. Oktober die erste „PR-Night“ an der HdM statt. Hier konnten neben Studierenden auch andere Interessierte Vorträge aus ganz unterschiedlichen Bereichen der PR hören. Möglichkeit für individuelle Rückfragen gab es im Anschluss beim „Speed-Dating“ in kleiner Runde.

Abwechslungsreiche Vorträge

Für Abwechslung sorgten nicht nur das Speed-Dating, sondern auch die Vortragenden selbst. Ob Agentur, Unternehmen oder Versicherung, sie alle waren bei der PR-Night vertreten. Neben Unterhaltung wurde so auch ein vielseitiger Einblick in die PR-Praxis geboten.

Eingeläutet wurde der Abend durch Dr. Elisabeth Schöndorf. Als Leiterin der Stabstelle Kommunikation & Politik der AOK Stuttgart-Böblingen beschäftigt Sie sich mit verschiedenen Themen wie Pflege, Sport oder Magersucht. Einen geregelten Arbeitsablauf gibt es dabei nicht immer.

Zentral für jegliche Arbeit in der PR ist für Sie ein „ehrliches Interesse am Dialog“, sowie ein Gefühl für das Unternehmen und die Kultur, in der man arbeitet.

Von Chamäleons und Kommunikation

Nicht weniger abwechslungsreich geht es in der PR- Agentur „Communication Consultants“ zu. Christine Fröhler, die stellvertretende Geschäftsführerin der Vaihinger Agentur berichtet von den verschiedenen Rollen, in die sie täglich als PR-Beraterin schlüpft. Diese gleichen dem Farbwechsel eines Chamäleons, welches mithilfe seiner bunten Erscheinung kommuniziert.

Sie warnt davor in eine Routine zu verfallen. Jeder Kunde verdiene ein individuelles und kreatives Konzept. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren, helfen Post-Its. Diese lassen auch große Aufgaben kleiner erscheinen. Auch Berufseinsteigern rät Sie zur Kreativität, besonders bei der Bewerbung, denn „interessante Vorerfahrung ist oft wichtiger, als ein geleckter Lebenslauf“.

„Print ist noch lange nicht tot“

In der Unternehmenskommunikation der Firma STIHL gibt es nur einen Kunden, aber viel zu tun. Das Familienunternehmen ist auf allen fünf Kontinenten vertreten. Um bei so einem großen Unternehmen nicht den Kontakt zu den Mitarbeitern zu verlieren, setzt Dr. Stefan Caspari auf die Mitarbeiterzeitung. Seiner Meinung nach ist „Print noch lange nicht tot“. Bereits seit über 50 Jahren gibt es die „blick ins Werk“. Mitarbeiter schreiben hier selbst über ihre Projekte, weshalb über 60% der Mitarbeiter stolz sind auf ihre Zeitung.

Engen Kontakt pflegt die Unternehmenskommunikation bei STIHL nicht nur zu den Angestellten, sondern auch zur Marketing- Abteilung. Diese ist verantwortlich für die „Timbersports Series“, einem Wettbewerb rund um Axt, Motorsäge und Co.

Speed-Dating mit PRofis

Nach den Vorträgen konnten die Gäste noch die Chance nutzen in kleinen Gruppen Fragen zu stellen. Jeweils acht Minuten hatten sie Zeit, um alles zu erfragen, was sie schon immer einmal über den Beruf als PR- Professional wissen wollten. Die Möglichkeit wurde begeistert wahrgenommen. Auch nach Ende der acht Minuten waren viele noch so ins Gespräch vertieft, dass man sie kaum zum Wechsel bewegen konnte.

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